Der erste Termin ist der Grundstein für die weitere Zusammenarbeit. Wir nehmen uns Zeit für ein ausführliches Gespräch, führen eine strukturierte Diagnostik durch und besprechen, welche Ziele in der Therapie realistisch sind. Am Ende des Termins wissen Sie, wie es weitergeht.
Anmeldegespräch und Anamnese
Wir beginnen mit einem Anamnesegespräch. Sie erzählen, was Sie zu uns führt, welche Beobachtungen es im Alltag gibt und was der behandelnde Arzt oder die Ärztin auf der Verordnung notiert hat. Wir stellen Fragen zu Sprachbiografie, gesundheitlicher Vorgeschichte, Alltag, Kita, Schule oder Beruf.
Bei mehrsprachigen Familien fragen wir gezielt nach allen gesprochenen Sprachen, deren Anteil im Alltag und der sprachlichen Umgebung. Diese Angaben sind für eine seriöse Einschätzung unverzichtbar. Alle Informationen werden vertraulich behandelt und dienen ausschließlich der Therapie.
Diagnostik nach Alter und Anlass
Nach dem Gespräch folgt die logopädische Diagnostik. Sie ist an das Alter und die Situation der Person angepasst. Bei kleinen Kindern arbeiten wir oft spielerisch, mit Bilderbüchern und Beobachtung in der Interaktion mit der Bezugsperson. Bei älteren Kindern und Erwachsenen nutzen wir gezielte Aufgaben, standardisierte Testverfahren und strukturierte Beobachtungen.
Je nach Fragestellung untersuchen wir Wortschatz, Grammatik, Aussprache, Redefluss, Verstehen, Lesen und Schreiben, Stimme oder Schluckfunktion. Nicht immer ist alles an einem einzigen Termin möglich. Bei Bedarf planen wir eine zweite Diagnostiksitzung ein.
Ergebnis und Therapieplan
Auf Grundlage von Anamnese und Diagnostik besprechen wir mit Ihnen, welche Therapieziele realistisch sind und wie viele Sitzungen sinnvoll erscheinen. Frequenz und Umfang werden ärztlich verordnet und mit Ihnen individuell abgestimmt. Sitzungen finden meist einmal wöchentlich statt.
Wir erklären offen, welche Methoden wir einsetzen und warum. Sie erhalten kurze, alltagstaugliche Übungen für die Zeit zwischen den Sitzungen. Bei Kindern beziehen wir die Bezugspersonen aktiv ein; ohne den Alltag greift Therapie zu kurz.
Was Sie mitbringen sollten
Bringen Sie bitte die ärztliche Verordnung und Ihre Versichertenkarte mit. Bei Kindern helfen ein vertrauter Kuscheltier oder ein Bilderbuch, um die Situation ruhig zu gestalten. Bei Verordnungen im besonderen Verordnungsbedarf oder Folgeverordnungen bringen Sie bitte vorhandene Vorberichte mit.
Wenn Sie in Begleitung kommen, etwa mit Ihrem Kind oder einer Angehörigen nach einem Schlaganfall, planen wir die Zeit so, dass alle Beteiligten zu Wort kommen. Sprachen der Familie können wir auf Wunsch in Deutsch und Türkisch berücksichtigen.
So arbeitet AY Bilingua
AY Bilingua ist eine logopädische Praxis in Köln Dellbrück. Wir behandeln Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Deutsch und in Türkisch. Diagnostik und Therapie folgen aktuellen fachlichen Standards und werden individuell auf die Person, die Anlässe und die Ziele abgestimmt.
Die Praxis liegt am Dellbrücker Mauspfad 319 in Köln Dellbrück. Wir begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Vom Anruf bis zur ersten Sitzung
Für eine Anfrage nutzen Sie unsere Warteliste. Sie erreichen uns außerdem telefonisch unter 0221 42352238, per E-Mail an info@aybilingua.de oder über WhatsApp. Wir melden uns persönlich bei Ihnen zurück.
Für die Anmeldung brauchen wir Ihren Namen, Kontaktdaten, den Namen und das Alter der zu behandelnden Person, den Verordnungsstatus und den groben Therapieanlass. Wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt, bringen Sie diese bitte zum ersten Termin mit. Ohne Verordnung dürfen wir keine Therapie beginnen, wir können Sie aber beratend einordnen und den Weg zur richtigen ärztlichen Praxis erklären.
Die Termintaktung wird individuell abgestimmt. Kontinuität ist für Therapiefortschritte wichtig, deshalb planen wir Termine so, dass sie über Wochen und Monate durchgehalten werden können.
Am ersten Termin erwartet Sie ein persönliches Anmeldegespräch. Wir hören zu, ordnen die Situation fachlich ein, klären offene Fragen und besprechen mit Ihnen den Rahmen der Therapie. Wenn Sie Angehörige mitbringen möchten, ist das jederzeit möglich. Alle Räume und Materialien sind so vorbereitet, dass Sie sich gut orientieren können.
Verordnung und Ablauf
Logopädie ist ein ärztlich verordnetes Heilmittel. Grundlage jeder Therapie ist eine ärztliche Verordnung; Frequenz und Umfang werden ärztlich verordnet und individuell abgestimmt. Wir informieren transparent über den Ablauf und stehen bei Rückfragen zur Verordnung zur Verfügung.
Auf Wunsch tauschen wir uns mit der verordnenden ärztlichen Praxis über den Therapieverlauf aus, zum Beispiel im Rahmen eines Zwischenberichts vor einer Folgeverordnung.
Datenschutz und Zusammenarbeit im Alltag
Alle Informationen, die Sie uns anvertrauen, werden vertraulich behandelt. Wir dokumentieren nur, was für Diagnostik, Therapie und Abrechnung notwendig ist. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Datenschutzseite. Auf Wunsch besprechen wir Ihre Anliegen ausschließlich im geschützten Rahmen der Sitzung. Ein Austausch mit anderen Praxen oder mit Bildungseinrichtungen erfolgt nur auf Grundlage Ihrer schriftlichen Einwilligung.
Für gute Fortschritte sind Absprachen im Alltag wichtig. Wenn Ihr Kind in einer Kita oder Schule betreut wird, unterstützen wir Sie auf Wunsch bei der Kommunikation mit dem pädagogischen Team. Bei Erwachsenen beziehen wir Angehörige, Pflegepersonen oder betreuende Praxen mit Ihrem Einverständnis ein.
Wie eine Therapiesitzung abläuft
Die Dauer einer Sitzung wird individuell abgestimmt. Sie beginnt mit einem kurzen Ankommen und einer Rückschau auf die vergangene Woche. Dann folgt der methodische Teil, den wir an das Therapieziel angepasst gestalten: mit Karten, Bildern, Spielmaterial, Textaufgaben, Sprechübungen, Musik oder digitalen Tools. Wir schließen mit einer kurzen Reflexion und, wenn sinnvoll, mit einer kleinen Übungsanregung für zu Hause.
Bei Kindern beziehen wir die Bezugsperson entweder direkt in die Sitzung oder in ein kurzes Abschlussgespräch ein. So können Sie das Gelernte im Familienalltag aufgreifen. Bei Erwachsenen achten wir darauf, dass Sie Ihr Erleben, Fragen und Fortschritte einbringen können. Therapie funktioniert nur im Dialog.
Alle zehn bis zwölf Sitzungen halten wir kurz inne und schauen gemeinsam, ob wir die Ziele erreichen oder anpassen sollten. Diese Zwischenauswertung ist Teil unserer Arbeitsweise. So bleibt Therapie zielorientiert und sie wird nicht zur Routine ohne Effekt.
Wann eine andere Fachrichtung sinnvoll ist
Nicht alle Anliegen gehören in eine logopädische Praxis. Bei Hörauffälligkeiten braucht es zunächst eine HNO-ärztliche oder pädaudiologische Abklärung. Bei psychischen Belastungen, die im Vordergrund stehen, ist eine psychotherapeutische Anlaufstelle die erste Adresse. Bei komplexen neurologischen Fragestellungen unterstützen Sie neurologische Ambulanzen oder Kliniken.
Wir sagen Ihnen offen, wenn ein anderer Weg zuerst passt. In vielen Fällen begleiten wir Sie im Anschluss oder parallel weiter. Uns ist wichtig, dass Sie nicht in einem falschen Termin sitzen, sondern dort, wo Ihnen wirklich geholfen wird.
Häufige Fragen
Wie lange dauert der erste Termin?
Die Dauer wird individuell abgestimmt; bei umfangreicher Diagnostik planen wir eine zweite Diagnostiksitzung.
Muss mein Kind allein kommen?
Nein. Bei Kindern ist es sinnvoll, dass eine vertraute Bezugsperson dabei ist. Auch Erwachsene können in Begleitung kommen, wenn sie das möchten.
Brauche ich vorher ein Rezept?
Für die Therapie ja. Für ein Erstgespräch ohne Verordnung ist eine Beratung möglich; therapeutisch tätig werden dürfen wir erst mit ärztlicher Verordnung.
Quellen
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Heilmittel-Richtlinie
- Deutscher Bundesverband für Logopädie (dbl): Ablauf einer Therapie
Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche oder logopädische Beratung im Einzelfall. Für eine persönliche Einschätzung vereinbaren Sie bitte einen Termin.
