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Erwachsene

Aphasie nach Schlaganfall: was Logopädie leisten kann

Wie sich eine Aphasie äußert, warum ein früher Therapiebeginn wichtig ist und wie Angehörige unterstützen können.

Eine Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, die häufig nach einem Schlaganfall auftritt. Betroffen sein können Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben, meist in unterschiedlicher Ausprägung. Die Intelligenz bleibt erhalten; der Zugriff auf Sprache ist beeinträchtigt.

Wie sich eine Aphasie zeigen kann

Manche Menschen finden Worte nur mit Mühe, verwechseln Laute oder Wörter, andere sprechen flüssig, aber inhaltlich schwer verständlich. Auch das Verstehen von gesprochener Sprache kann erschwert sein. Jeder Verlauf ist individuell. Klassifikationssysteme unterscheiden verschiedene Aphasieformen (Broca, Wernicke, amnestisch, global), doch in der Praxis überlappen sich die Symptome häufig.

Neben der Sprache können begleitend Sprech- (Dysarthrie, Sprechapraxie), Lese- und Schreibstörungen sowie Schluckstörungen auftreten. Für eine gute Therapie erheben wir daher ein umfassendes Bild.

Warum ein früher Therapiebeginn wichtig ist

In den ersten Wochen und Monaten nach dem Ereignis ist die sogenannte Spontanerholung besonders aktiv. Eine intensive logopädische Therapie in dieser Phase kann viel bewirken. Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie empfiehlt eine frühe, hochfrequente und aufgabenspezifische Behandlung.

Auch später ist Therapie sinnvoll. Fortschritte sind über Jahre hinweg möglich, insbesondere wenn Übungen in den Alltag integriert und Angehörige aktiv einbezogen werden.

Was Angehörige tun können

Sprechen Sie in ruhigem Tempo, in kurzen und klaren Sätzen. Halten Sie Blickkontakt, geben Sie Zeit zur Antwort und ergänzen Sie Sprache mit Gestik, Mimik oder Zeichnungen. Wichtig ist eine wertschätzende Haltung: Aphasie ist keine Frage der Intelligenz.

Vermeiden Sie das Ergänzen halber Sätze, wenn die betroffene Person selbst suchen möchte. Fragen Sie, welche Kommunikationsform gerade hilft. Angehörigenberatung ist ein fester Teil unserer Arbeit; sprechen Sie uns an.

Ablauf bei AY Bilingua

Wir beginnen mit einer ausführlichen Anamnese und Diagnostik. Grundlage ist eine ärztliche Verordnung. Die Therapieziele legen wir gemeinsam mit Ihnen und Ihren Angehörigen fest. Behandlung findet in der Regel ein- bis zweimal wöchentlich statt; bei Bedarf und ärztlicher Verordnung auch intensiver.

Für bilinguale Personen bieten wir Diagnostik und Therapie in Deutsch und Türkisch an. Bei Aphasie ist die Auswahl der Behandlungssprache eine wichtige Entscheidung; wir treffen sie gemeinsam mit Ihnen und nach Möglichkeit auf Grundlage einer bilingualen Diagnostik.

So arbeitet AY Bilingua

AY Bilingua ist eine logopädische Praxis in Köln Dellbrück. Wir behandeln Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Deutsch und in Türkisch. Diagnostik und Therapie folgen aktuellen fachlichen Standards und werden individuell auf die Person, die Anlässe und die Ziele abgestimmt.

Die Praxis liegt am Dellbrücker Mauspfad 319 in Köln Dellbrück. Wir begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Vom Anruf bis zur ersten Sitzung

Für eine Anfrage nutzen Sie unsere Warteliste. Sie erreichen uns außerdem telefonisch unter 0221 42352238, per E-Mail an info@aybilingua.de oder über WhatsApp. Wir melden uns persönlich bei Ihnen zurück.

Für die Anmeldung brauchen wir Ihren Namen, Kontaktdaten, den Namen und das Alter der zu behandelnden Person, den Verordnungsstatus und den groben Therapieanlass. Wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt, bringen Sie diese bitte zum ersten Termin mit. Ohne Verordnung dürfen wir keine Therapie beginnen, wir können Sie aber beratend einordnen und den Weg zur richtigen ärztlichen Praxis erklären.

Die Termintaktung wird individuell abgestimmt. Kontinuität ist für Therapiefortschritte wichtig, deshalb planen wir Termine so, dass sie über Wochen und Monate durchgehalten werden können.

Am ersten Termin erwartet Sie ein persönliches Anmeldegespräch. Wir hören zu, ordnen die Situation fachlich ein, klären offene Fragen und besprechen mit Ihnen den Rahmen der Therapie. Wenn Sie Angehörige mitbringen möchten, ist das jederzeit möglich. Alle Räume und Materialien sind so vorbereitet, dass Sie sich gut orientieren können.

Verordnung und Ablauf

Logopädie ist ein ärztlich verordnetes Heilmittel. Grundlage jeder Therapie ist eine ärztliche Verordnung; Frequenz und Umfang werden ärztlich verordnet und individuell abgestimmt. Wir informieren transparent über den Ablauf und stehen bei Rückfragen zur Verordnung zur Verfügung.

Auf Wunsch tauschen wir uns mit der verordnenden ärztlichen Praxis über den Therapieverlauf aus, zum Beispiel im Rahmen eines Zwischenberichts vor einer Folgeverordnung.

Datenschutz und Zusammenarbeit im Alltag

Alle Informationen, die Sie uns anvertrauen, werden vertraulich behandelt. Wir dokumentieren nur, was für Diagnostik, Therapie und Abrechnung notwendig ist. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Datenschutzseite. Auf Wunsch besprechen wir Ihre Anliegen ausschließlich im geschützten Rahmen der Sitzung. Ein Austausch mit anderen Praxen oder mit Bildungseinrichtungen erfolgt nur auf Grundlage Ihrer schriftlichen Einwilligung.

Für gute Fortschritte sind Absprachen im Alltag wichtig. Wenn Ihr Kind in einer Kita oder Schule betreut wird, unterstützen wir Sie auf Wunsch bei der Kommunikation mit dem pädagogischen Team. Bei Erwachsenen beziehen wir Angehörige, Pflegepersonen oder betreuende Praxen mit Ihrem Einverständnis ein.

Wie eine Therapiesitzung abläuft

Die Dauer einer Sitzung wird individuell abgestimmt. Sie beginnt mit einem kurzen Ankommen und einer Rückschau auf die vergangene Woche. Dann folgt der methodische Teil, den wir an das Therapieziel angepasst gestalten: mit Karten, Bildern, Spielmaterial, Textaufgaben, Sprechübungen, Musik oder digitalen Tools. Wir schließen mit einer kurzen Reflexion und, wenn sinnvoll, mit einer kleinen Übungsanregung für zu Hause.

Bei Kindern beziehen wir die Bezugsperson entweder direkt in die Sitzung oder in ein kurzes Abschlussgespräch ein. So können Sie das Gelernte im Familienalltag aufgreifen. Bei Erwachsenen achten wir darauf, dass Sie Ihr Erleben, Fragen und Fortschritte einbringen können. Therapie funktioniert nur im Dialog.

Alle zehn bis zwölf Sitzungen halten wir kurz inne und schauen gemeinsam, ob wir die Ziele erreichen oder anpassen sollten. Diese Zwischenauswertung ist Teil unserer Arbeitsweise. So bleibt Therapie zielorientiert und sie wird nicht zur Routine ohne Effekt.

Wann eine andere Fachrichtung sinnvoll ist

Nicht alle Anliegen gehören in eine logopädische Praxis. Bei Hörauffälligkeiten braucht es zunächst eine HNO-ärztliche oder pädaudiologische Abklärung. Bei psychischen Belastungen, die im Vordergrund stehen, ist eine psychotherapeutische Anlaufstelle die erste Adresse. Bei komplexen neurologischen Fragestellungen unterstützen Sie neurologische Ambulanzen oder Kliniken.

Wir sagen Ihnen offen, wenn ein anderer Weg zuerst passt. In vielen Fällen begleiten wir Sie im Anschluss oder parallel weiter. Uns ist wichtig, dass Sie nicht in einem falschen Termin sitzen, sondern dort, wo Ihnen wirklich geholfen wird.


Häufige Fragen

Ist eine vollständige Heilung möglich?

Der Verlauf ist individuell. Vollständige Erholung kommt vor, gerade in leichten Fällen. In vielen Fällen bleibt eine Restsymptomatik, mit der Menschen im Alltag zurechtkommen können, insbesondere mit Kommunikationsstrategien und Übung.

Wie viele Sitzungen pro Woche sind sinnvoll?

In der Frühphase häufiger, oft zwei- bis dreimal wöchentlich, wenn die medizinische Situation es zulässt. Später ist eine geringere Frequenz möglich. Die Entscheidung trifft die ärztliche Praxis.

Können Angehörige an Sitzungen teilnehmen?

Ja, gerne. Angehörige sind wichtige Kommunikationspartner. Wir binden sie regelmäßig ein und geben Anregungen für den Alltag.

Quellen

Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche oder logopädische Beratung im Einzelfall. Für eine persönliche Einschätzung vereinbaren Sie bitte einen Termin.

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Kontakt

Therapieplatz anfragen oder Fragen stellen

Sie erreichen uns telefonisch, per E-Mail oder über WhatsApp. Für eine Therapieanfrage können Sie auch direkt die Warteliste nutzen.

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