Leistung
Late Talker
Kinder, die mit zwei Jahren noch wenige Wörter sprechen, werden als Late Talker beschrieben. Eine frühe Abklärung schafft Klarheit.
Wann eine Late Talker Beratung sinnvoll ist
Als Late Talker werden Kinder beschrieben, die mit zwei Jahren weniger als 50 Wörter aktiv sprechen oder noch keine Zweiwortsätze bilden. Eine frühe Abklärung schafft Klarheit und verhindert Fehlinterpretationen.
Typische Anlässe
- wenig aktiver Wortschatz mit zwei Jahren
- keine Zweiwortsätze mit 24 Monaten
- Unsicherheit, ob es sich um eine Phase oder eine Störung handelt
- mehrsprachiges Umfeld und dadurch erhöhte Verunsicherung
Einschätzung bei spätem Sprechbeginn
Als Late Talker gelten Kinder, die mit etwa zwei Jahren deutlich weniger als fünfzig Wörter sprechen und noch keine Wortkombinationen bilden. Entscheidend ist neben dem Wortschatz vor allem das Sprachverständnis.
Wir erfassen, wie Ihr Kind kommuniziert, auch ohne Worte: über Zeigen, Blick, Gestik und Laute. Kinder mit gutem Verständnis und aktiver Kommunikation haben eine andere Ausgangslage als Kinder, die auch beim Verstehen unsicher sind.
Ein Hörtest gehört in dieser Phase dazu. Bei wiederholten Mittelohrentzündungen kann eine zeitweise Hörminderung den Spracherwerb ausbremsen.
Wie wir mit Late Talkern arbeiten
Wir prüfen aktiv Sprachverständnis und Sprachproduktion und ordnen die Entwicklung sorgfältig ein. Wenn eine Therapie sinnvoll ist, arbeiten wir spielerisch, alltagsnah und im engen Austausch mit den Eltern. Wenn ein aufmerksames Beobachten der bessere Weg ist, sagen wir das ebenso deutlich.
Wir vermeiden Überreaktion und Unterreaktion gleichermaßen. Eltern bekommen konkrete Empfehlungen, wie sie im Alltag Sprache anregen können, ohne zu überfordern.
Frühe Begleitung statt Abwarten
Ein Teil dieser Kinder holt selbstständig auf. Vorher lässt sich jedoch nicht zuverlässig sagen, welches Kind das sein wird. Deshalb ist eine frühe Einschätzung sinnvoll, auch wenn sie am Ende ergibt, dass Beobachten genügt.
Die Arbeit läuft in diesem Alter stark über die Eltern. Wir zeigen, wie Sie Sprachangebote so gestalten, dass Ihr Kind sie aufnehmen kann: benennen statt abfragen, wiederholen, Pausen lassen, Handlung und Wort verbinden.
Parallel arbeiten wir direkt mit dem Kind über Spiel, Bilderbuch und Alltagsroutinen und beobachten in kurzen Abständen, wie sich der Wortschatz entwickelt.
Für Kleinkinder und ihre Familien
Wir arbeiten mit Kindern ab etwa zwei Jahren und ihren Familien. Auch mehrsprachig aufwachsende Kinder sind willkommen; wir betrachten die gesamte Sprachbiografie und beraten Sie realistisch.
Sprachanregung im Familienalltag
Wirksam ist, was ohnehin passiert: Essen, Anziehen, Baden, Aufräumen. Wenn Sie dabei sprechen, was Sie tun, hört Ihr Kind Sprache in einem Zusammenhang, den es versteht.
Vermeiden Sie Abfragesituationen wie Was ist das. Sie erzeugen Druck. Besser ist, das Wort selbst anzubieten und dem Kind Zeit zu lassen, es aufzugreifen.
Ärztliche Verordnung für Kinder
Für eine logopädische Therapie bei Kindern brauchen Sie eine ärztliche Verordnung. Sie erhalten sie in der Regel in der kinderärztlichen Praxis, in der HNO-Praxis oder bei einer Fachärztin für Phoniatrie und Pädaudiologie.
Umfang und Frequenz stehen auf der Verordnung. Wenn weitere Einheiten sinnvoll sind, stimmen wir das mit der verordnenden Praxis ab.
Nächster Schritt
Wenn Sie eine ärztliche Verordnung haben oder überlegen, ob eine Therapie sinnvoll ist, melden Sie sich über unsere Warteliste, telefonisch unter 0221 42352238, per E-Mail an info@aybilingua.de oder über WhatsApp.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten zur Therapie
Ist mein Kind einfach ein Spätentwickler?
Manche Kinder holen deutlich auf, andere brauchen Unterstützung. Eine Abklärung hilft, das einzuschätzen und die richtige Entscheidung zu treffen, ohne Zeit zu verlieren.
Bekommt mein Kind sofort eine Therapie?
Nicht automatisch. Wenn Beobachtung ausreicht, empfehlen wir das. Wenn eine Therapie sinnvoll ist, starten wir strukturiert, spielerisch und mit klaren Zielen.
Soll ich einfach abwarten?
Abwarten ohne Einschätzung ist riskant. Sinnvoll ist eine Abklärung mit etwa zwei Jahren, danach kann bewusst beobachtet oder therapiert werden.
Mein Kind versteht alles, spricht aber kaum. Ist das besser?
Ein gutes Sprachverständnis ist ein günstiges Zeichen. Trotzdem gehört ein deutlich verzögerter Sprechbeginn abgeklärt, damit die Entwicklung nicht unbemerkt stagniert.
Brauche ich für eine logopädische Therapie eine ärztliche Verordnung?
Ja. Logopädie ist ein ärztlich verordnetes Heilmittel. Bringen Sie die Verordnung zum ersten Termin mit.
Wie viele Sitzungen umfasst eine Verordnung?
Umfang und Frequenz stehen auf der ärztlichen Verordnung. Wenn weitere Einheiten sinnvoll sind, stimmen wir das mit der verordnenden Praxis ab.
Findet die Therapie in Deutsch oder Türkisch statt?
Beides ist möglich. Wir entscheiden gemeinsam, welche Sprache oder Sprachen für Diagnostik und Therapie sinnvoll sind.
Wie melde ich mich für einen Therapieplatz an?
Über die Warteliste, telefonisch, per E-Mail oder über WhatsApp. Wir melden uns persönlich zurück.
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